Rund 35 Landfrauen und Gäste trafen sich am 11. März in Groß Kiesow, um den Abschluss des Projektes „Mit Nadel und Faden gegen das Schweigen – Landfrauen schenken Wärme“ zu feiern. Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe von insgesamt 21 handgefertigten Decken an das Frauenhaus Greifswald.
Seit September des vergangenen Jahres hatten zahlreiche Frauen viele Stunden ehrenamtlich genäht, gestrickt und gehäkelt. Mit viel Kreativität und Sorgfalt entstanden so 21 farbenfrohe und individuelle Decken. Beteiligt waren Landfrauen aus den Kreisverbänden Groß Kiesow, Landhagen und Demmin. Auch der Dorfverein Wackerow sowie Bürgerinnen aus Weitenhagen unterstützten das Projekt.
Die gemeinsamen Handarbeitstreffen waren dabei weit mehr als reine Bastelrunden. Während der Treffen setzten sich die Frauen intensiv mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen auseinander und tauschten sich über die Situation von Frauenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern aus.
Zur Übergabe waren auch Vertreterinnen des Frauenhauses Greifswald anwesend. Frau Oppermann und Frau Schumann, die im Vorstand des Trägervereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ engagiert sind, nahmen die Decken dankbar entgegen. Im Frauenhaus Greifswald finden bis zu 20 Frauen und ihre Kinder Schutz. Die übergebenen Decken stehen nun den Bewohnerinnen der Einrichtung zur Verfügung.
Neben den Decken brachten die Landfrauen weitere kleine Geschenke mit: Für die Kinder wurden Plüschtiere gefertigt und für die Frauen handgestrickte Socken vorbereitet.
Unter den Gästen der Veranstaltung waren auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, darunter die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Landhagen, Frau Peuß, sowie der Amtsvorsteher des Amtes Züssow, Herr Wendt.
Die Landfrauen aus Groß Kiesow hatten zudem eine liebevoll gedeckte Frühstückstafel vorbereitet. In gemeinsamer Runde klang die Veranstaltung mit Gesprächen und Dankesworten für das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen aus.
Mit ihrem Einsatz haben die Landfrauen nicht nur wärmende Decken geschaffen, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt.
